Freitag, 17. September 2010

Residental Permit!

Endlich haben wir sie: Die Aufenthaltsbestätigung/Genehmigung! Vier Tage unserer kostbaren Zeit hat sie uns geraubt, aber jetzt müssen wir erstmal nicht mehr zur Polizei.
Das ganze hatte aber auch was gutes an sich: Dadurch, dass alle Fremden sich dort registrieren müssen, trifft man die dort auch zwangsläufig, vor allem wenn man vorhat den selben Zeitraum in Hyderabad zu bleiben. Hier hab ich Kontakt mit zwei Deutschen, zwei Englenderinnen und einem Äthiopier geknüpft.
So wies aussieht gibts hier doch wesentlich mehr Westler als ich dachte, vor allem Freiwillige Deutsche in unserem Alter.
Jetzt ist erstmal Wochende. Auf Luis und meine Initiative hin ist heute, nachdem die Kinder nach Hause gegangen sind, ein Kammerjäger gekommen. Der hat überall Kackerlackengift ausgelegt. Als ich sah war ich skeptisch, einer seiner Mitarbeiter sah aus wie 14 und er selbst sah so aus, als würde er Geld dafür bekommen, Zahnpasta in fremde Wohnungen zu schmieren. Doch nun ist tatsächlich das passiert, wovor man uns gewarnt hat: Die Viecher kommen aus ihren Ecken gekrochen, dahin wo man sie gut sieht und segnen dann das Zeitliche. damit auch leichte Gemüter weiterhin meinen Blog lesen, werde ich kein schönes Foto davon veröffentlichen. Aber ich kann euch sagen, dass ich bei einem flüchtigen Blick über den Küchenboden und in zwei Küchenschränke bestimmt 15 Leichen ausgewachsener Biester gesehen hab. Komischer Weise liegen die dann immer auf dem Rücken, vielleicht haben die zu viel Kafka gelesen...
Damit ihr alle heute Nacht keine Alpträume bekommt, hier ein Bild von unserer Einfahrt!


Der Strauch an dem Überbau hat viele verscheidenfarbige Blüten, hier nicht so gut zu sehn weils schon relativ dunkel ist. Eine Stunde nach Aufnahem dieses Bildes, also 19 Uhr Ortszeit ist es hier Stockdunkel, jeden Tag, mit Ausnahme der Laternen etc., hier ist immer was los.
Die Treppe rechts bietet sich zum lesen an, man sitzt im Schatten und kann jederzeit einen Chai nachbestellen, so leicht kann das leben sein!

Donnerstag, 16. September 2010

Bilder, Bilder!


Charminar bei Nacht. Ja, ich hab endlich W-LAN! Jetzt bekommt ihr auch gleich ein paar Eindrücke in Bildform. Ich muss leider gestehen, dass ich bis jetzt noch garnicht die Möglichkeit hatte so unglaublich viel zu fotgrafieren. Ich muss ja auch arbeiten... Aber ein paar gibts noch.


Ein kleiner Teil unseres netten Kollegiums im "Lehrerzimmer" oder eher Lehrerhöhle (Juhu, endlich wieder Ö's und Ä's). V.r.n.l.: Radhika (Sie hat morgen ihren letzten Arbeitstag, sie ist hoch schwanger), Padmaja (auf Deutsch "Lotusblüte"), Sarita (unheimlich lieb) und zu guter letzt Jemand dessen Namen hier steht sobald ich ihn wieder weiss.
Die Tür im Hintergrund führt nicht in den Innenhof, sondern gibt Ausblick auf...


...wunderschöne Natur! man brauch nur 20 Meter rückwärts laufen und man stößt gegen das sich noch im Bau befindene Haupt-Schulegbäude, Marke Tietz&Tietz aus Berlin!


Kleiner, lustiger Grap-your-Mekka-Laden in der nähe des Charminar.


Ein Bild aus einem der Kindergartenräume. rechts hinter der Wand sitze ich gerade in unserem Zimmer.
Und zu guter letzt eins der schönen Blütenmandalas, die jeden Tag frisch gemacht werden und den Brunnen in der Schule, der sich daran orientiert





Das wärs erstmal, aber eine Sache ist gibt's noch: Ich hab enldich hier eine neue Nummer bekommen (leider nicht fürs Iphone aber naja): 9246 3333 87       Unter dieser Nummer werd ich warscheinlich fast immer erreichbar sein, aber fragt bloß nicht, welche Vorwahl man unter welchen Umständen benutzen muss, dass dürft ihr selber herrausfinden! 

Dienstag, 14. September 2010

Wenig Arbeit und viel Gewarte

Kaum zu glauben, aber morgen hab ich den 6. Tag in Folge frei! Warum? Freitag war Feiertag, Montag sollten wir zur Polizei gehen, haben das allerdings nicht geschaft weil wir bis zur Schliesszeit de Bueros nicht alle Dokumente von Lisa hatten, die deutsche Schuelerin, die sich auch noch nicht registriert hat. Deshalb gehen wir morgen nochmal hin.
Heute waren wir da und natuerlich hatten auch wir nicht alle Papiere dabei... Lustiger Weise brauchen man beim Vorzeigen eines Stundentenvisums, wie Lisa eins hat, auch einen negativen HIV-Test. Sie ist 16, aber boese Jungs in unserem Alter brauchen sowas nicht. Die indische Buerokratie ist schon seltsam. Zum Glueck blieb uns aber eine lange Wartezeit und ein Bestechungsgeld erspart, den der Mann unserer Chefin kennt Jemand der Jemanden kennt der Jemanden kennt...
Dafuer hatten wir viel zeit uns hier mal im Kindergarten umzusehen wenn auch Kinder da sind. Besser ich hatte Zeit dazu, Luis lag heute den Tag lang im Bett. Irgend wann erwischt das Essen hier jeden, Ich habe die stille Hoffnung noch immun vom letzten Jahr zu sein.
Der Kindergarten hier ist schoen und die Kinder super putzig. Neben einer Menge Inder-Kinder gibt es hier auch zwei Japaner, eine Deutsche (die Schwester des kleinen Lukas aus der Schule, dessen Mutter hier auch Erzieheren ist) und sogar den rothaarigen Sohn eine Amerikanischen Konsuls.
Die Stadt ist wirklich multikulturell. Etwas, was ich mir nicht so richtig haette vorstellen koennen, aber so ist, ist die Tatsache, dass es hier einen ganzen Haufen Afrikaner gibt. Die fallen zwar im ersten Moment nicht auf, aber nirgendwo in Indien hab ich so viele "Schwarze" gesehen (Ja, die meisten Inder hier haben den selben Teint wie der Stereotype Afrikaner).
Das hat aber einen einfachen Grund: In Hyderabad haben sich in der Neuzeit die meisten Botschaften afrikanischer Laender niedergelassen. Viele Universitaeten hier kooperieren mit afrikanischen.

Ab 9. Oktober haben wir die ersten ferien, 9 Tage lang. Ich hab mir sagen lassen das in diesem Zeitraum Rama gegen irgenwas Boeses gekaempft hat. Waehrend dieses Festivals werden wir warscheinlich unsere erste Reise machen: Mysore. Von vielen hab ich mir sagen lassen, dass Mysore zu den schoensten Staedten Suedindiens zaehlt. Fuer mich allerdings ist der Hauptgrund, dass zur Zeit des Festivals dort Hunderte von geschmueckten und bemalten Elefanten das Herzstueck einer gewaltigen Parade sein werden. Juhu!
Das naechste Fest ist allerdings das Ganesh-Fest, welches schon halb im Gange ist. Naechsten Montag ist deswegen keine Schule (schonwieder), weil sie dann die grossen Ganeshstatuen in die groesste Bruehe (ehemals: See) vor Ort namens Hussain Nagar werfen. Das wird lustig. Und jetzt wartet ein halbes Kilo Papaya auf mich.

Sonntag, 12. September 2010

Das erste Wochenende

Jetzt haben wir schon den dritten Tag in Folge frei, morgen folgt noch einer, weil wir dann zur Polizei muessen um uns zu registrieren. Wir schlafen also taeglich lange aus und sitzen erstmal Zuhause rum ohne ein bestimmtes Ziel. Wir bereiten uns ein wenig auf den Untericht vor, aber das ist kaum der Rede Wert. So ganz ist unser Unterrichtsplan noch nicht fertig, doch zum Glueck geht es den anderen Freiwilligen nicht besser. Uebelnehmen tut uns das keiner.
Doch Vorgestern, Gestern und auch heute wurden und werden wir immer gegen 17 Uhr von Yash abgeholt. Er ist der Sohn unserer Hindilehrerin und wir haben uns schon gut mit ihm angefreundet. Er zeigt uns die Stadt, den er kennt die Plaetze in der Umgebung: Darunter haupsaechlich Cafes, Bars, Pubs und Malls, eben dass, was fuer die Einheimischen hier interessant ist. Dabei haben wir schon sehr schoene Ecken gesehen und auch schon Kontakte geknuepft. Unterm Strich haben wir schon viel erlebt am ersten Wochende.
Skuriler Weise fahen die Leute aus Stadt und Region total auf s Shisharauchen ab. Die Dinger bekommt man hier ueberall, sogar in der Sportsbar. Vielleicht liegt das an dem Einfluss der Mogulen.

Langsam hab ich auch verstanden, warum dieser Dienst keine Weltwaerts-Stelle ist. Die Leute hier sind Reich! Extrembeispiel: Ein Freund von Yash, dessen Bruder noch auf der Schule ist, hat uns schon sein Zuhause gezeigt. In der Wohnung haengen 50 Bilder eines Kuenstlers, die alle im Schnitt 7000-8000 Euro kosten! Der Vater ist heute noch einer der Einflussreichsten Funktionaere der Stadt, da er einer alten Herscherdynastie enstammt. Sein Geld verdient er allerdings groesstenteils mit der Bewirtschaftung mehrerer Hotels in Dubai. Das Mobilliar der Wohnung bestand aus purem Silber und alte Chinesische Vasen machten mir Angst, mit einer falschen Bewegung in den finanziellen Ruin zu stuerzen.
Natuerlich haben auch alle hier Bedienstete. Selbst bei uns schlaeft ein Paerchen auf den Tischen des Aufenthaltsraumes. Die beiden sind recht alt und Sprechen auschliesslich Telugu. Der Mann, dessen Namen ich bis jetzt nicht weiss da er uns als Hauswaechter vorgestellt wurde, wird von Luis und mir nur liebevoll "Midget" genannt., denn er geht mir gerade bis zur Brust. Aber er ist sehr freundlich.

Zum schluss moechte ich alle leute warnen, die vorhaben mich besuchen zu kommen! Erstens ist hier eine unaustehliche Hitze. Der Wetterbericht sagt zwar nur 30 Grad, aber in Wirklichkeit siehts anders aus. Hier schwitzt man beim ersten Schritt nach Draussen und wir haben keinen AC! Und dabei beginnt langsam der Winter!!
Zweitens, was ich komischer Weise noch nicht so deutlich erwaehnt habe: Hier gibt es nicht nur Motten, Gottesanbeter, Mosquitos und Aehnliches sondern auch Kakerlaken en masse! Die Viecher sind Ueberall und gucken einem mal aus dem Duschabfluss, mal aus der Kuechenspuele, mal vom Boden an. Hier vergeht kein Tag an dem keins dieser 5 cm Langen Viecher meinen Weg kreuzt. Ich bin nicht zimperlich, aber das stresst selbst mich! Fuer dieses probem wird aber naechste Woche ein Loesung gesucht.
Ich muss los, denn wir essen Zeitig!

Donnerstag, 9. September 2010

Welcome to India, die Zweite

Da ich grad noch wichtige Unterlagen an meine Organisation schicken musste, hab ich einen Moment Zeit, die nette Umgebung hier zu beschreiben. Leider kann ich noch keine Fotos reinstellen, aber morgen kommt mit 20%iger Sicherheit Jemand und kuemmert sich darum! Dann sollte das, sowie skypen drinne sein!

Hyderabad  ist eine riesige statt. Ich wohne in Jubilee Hills, was von Einheimischen gerne als "reiches Hyderabad" bezeichent wird. Diesen Namen traegt es nicht umsonst, denn unsere Nachbarn haben riesige Villen, manche fahren sogar einen dicken Mercedes oder VW. Das heisst eine Menge in Indien!
Wie der Name schon sagt, ist der Bezirk sehr huegelig ( Hyderabad liegt nun mal im Herzen des Deccan) und die Abendspaziergaenge machen einiges vom Chutney des Tages wett. Hier herrscht tropisches Klima, die Temperaturen liegen zurzeit aber zum Glueck bei nur 30 Grad. Fuer April wurden uns bereits 45 Grad prophezeit. Leider und zum Glueck hat der Monsun seine Regenzeit dieses Jahr verlaengert. Einerseits bringt er hin und wieder einen wohltuenden, kaum spuerbaren und erfrischenden Nieselregen, manchmal setzt er aber auch ganze Stadtteile unter Wasser. Das ist dann kein so schoener Anblick.
Die Flora allerdings ist atemberauben! Zwischen dem vom Felsen zerkluefteten Deccan findet man unzaehlige verschnoerkelte Baeume mit farbenfrohen Blueten umringt von Kletterpflanzen, Guavenbaeumen und allen moeglichen Fruechten, die ich nie zu vor gesehen hab (Dito auf dem Schulhof). Dazwischen hoert man staendig geheimnissvolles Gekreische und Aehnliches der Voegel und Insekten, die sich an Farbenfrohheit gegenseitig uebertrumpfen. Zu meinem Leidewesen gibt es hier weder Affen noch Elefanten, das liegt aber an den klimatischen Bedingungen und am Relief.
Dafuer gibt es Hund hier: kleine und grosse, dunkle und helle, nasse und trockende, tote und solche, die diese fressen.
Gestern waren wir am Charminar. The Place to Be und dann auch irgendwie doch nicht. Wir trafen uns mit den anderen beiden Freiwilligen aus einer anderen Schule, mit denen wir noch viel Zeit verbringen werden so wie es aussieht. Beide aus Deutschland.
Unser Coup war, gestern Abend, am Tag vor Id, dem Fastenbrechen, ins alte Hyderabad zu fahren, welches, stark von den Mogulen beeinflusst, eher wie ein kleines Dubai aussieht. Dort gab es viele architektonische Schoenheiten, viel Regen, eine Menge Chicken Biryani und 10 Millionen glotzende Leute. Dieser Platzt ist bekannt dafuer, an diesem Tag der meistbevoelkerter Platzt von ganz Andhra Pradesh zu sein. Die Erfahrung war's wert.
Dank Id habe ich morgen auch frei. "Tooo many festivals in India!", klagte eine Lehrerin, den das Fest hat heute ausserdem den halben Unterrichtstag geraubt. Trotz der Tatsache, das Moslems eine relativ kleinen Anteil an Schueler und Lehrern stellen: Der grossteil scheint Hindus zu sein, gefolgt von Moslems, Christen, Jains sowie relativ vielen Sikh als auch Parsi! Eine wahre Seltenheit, selbst in Indien.

Mein Kopf sprudelt nur so ueber von Ideen, was ich noch schreiben koennte, aber jetzt gehe ich gemuetlich mit Luis eine Chai, ein Lassi oder ein Sweet Lime Juice trinken, die Woche war hart und morgen ist Ausschlafen auf der Tagesordnung!

P.s.: Hier werde ich uebrigens mit "Daniel Sir" angesprochen hehe!

Mittwoch, 8. September 2010

Zuhause als Fremder

Der Titel beschreibt meine jetztige Verfassung ganz gut. Nach 3 Arbeitstagen hab ich wiedermal die Gelegenheit ins Internet zu gehen. Das mit dem Wlan wurde aufs Wochende verschoben...

Einer der vielen Schulbusse faehrt direkt vom Kinderarten - unserem Wohnort - aus los. Allein die 3 mal Hin und Zurueck sind schon ein ganzes Buch wert, denn die Fahrt dauert ca 45 Minuten. Deshalb muessen wir doch relativ frueh aufstehen, aber wenigstens koennen wir mitlerweile mit warmen Wasser duschen. Die erste Woche besteht fuer uns daraus, die Schule und das Kollegium kennen zu lernen, uns an den Alltag zu gewoehnen, zu sehn, wo unsere Arbeit sein wird und natuerlich daraus, Namen zu lernen!
Das gestaltet sich sehr schwierig, die Namen sin irgenwie alle gleich: Padmaja oder Manorama, Sarita oder Sitara, Akla oder Sapna... und das sind die Lehrernamen. Einer der Schueler hier heisst tatsaechlich "Naga Maruti Panar Kumar Harke Dara Sai Ganesha Dina Kara Gawie Surya Koti Kumar" und kein Buchstaben weniger. Aber die Zeit wird dieses Problem loesen. Was wir tuen werden in dem Jahr liegt bei uns. Bis jetzt stehen auf unserem Time-Table Sachen wie der Aufbau eines neuen Gemuese und Blumengartens, Deutsch und europaeische Tanzkurse, Gruppenspiele&Sport, Musik&Gesang sowie Holzarbeiten.
Aber was mich zurzeit am meisten beglueckt ist die Tatsache, das JEDER hier auch uns etwas beibringen will, und alles auch in unseren Zeitplan kommt: Am Montag werden wir 4 mal die Woche ein Stunde Hindi unterrichtet bekommen, von zwei sehr netten Lehrerinnen, zwei mal die Woche machen wir beim traditionellen indischen Tanz mit, der sehr schoen und vorallem anmutig ist, wir werden in der Schulkueche mithelfen und indisch kochen lernen, es schmeckt sehr gut und trotz der Masse die bekocht wird, wird das Gemuese teils selbst geerntet und verarbeitet. Das beste ist allerdings, dass wir heute den Tabla-Lehrer (Tabla:Zwei kleine, indische Fingertrommel) kennen gelernt haben. Als ich in den Raum kam (es gibt eigentlich keine Raeume, entweder sie haben keine Fenster und sind offen zu zwei Seiten oder die Tuer ist immer offen, wunderschoene Bauweise) bestand er sofort darauf uns zu unterrichten.
Als ich ihm erzaehlte, dass ich in Deutschland Jazz gemacht hab, hat er riesige Augen bekommen und eraehlte, wie er Weltweit bei Sessions mitgemacht hat, dass er ein Jahr in Berklee unterrichtet hat (!!!) und dass sein Vater regelmaessig am Gripstheater in Berlin arbeitet. Man hat gesehen das er was drauf hatte, und er bestand nach der Stunde darauf, mir weiter Unterricht geben zu duerfen! Wie der Zufall es will ist seine Schuele kein 5 Minuten von meinem Wohnort entfernt.

Neben Luis und mir sind noch zwei andere deutsche an der Schule, allerdings als Schueler! Lukas, 5 Jahre, geht in die zweite Klasse und kommt aus Stuttgard. Er ist seit 5 Wochen hier und spricht kaum Englisch, aber ist stolz wie Oskar mit uns reden zu koennen. Seine Familie haben wir heute auch kennen gelernt und auch sie haben uns freundlichst zu sich eingeladen, wie eigentlich jeder hier.
Die andere Deutsche ist Lisa, aus der naehe von Stuttgard, 16 Jahre. Sie wohnt hier ebenfalls fuer ein Jahr in einer Gastfamilie. Sie ist nett, allerdings kenn ich sie auch erst seit heute.

So, ich koennte noch Stundenlang ueber allesmoeglichehier schreiben, hab allerdings nicht die Zeit dazu, weil wir uns nachher mit zwei anderen Freiwilligen aus einer anderen Waldorfschule treffen und zum Charminar, dem Wahrzeichen Hyderabads, gehen!

Namaskar

Sonntag, 5. September 2010

Welcome to India!

Nach einer langen Reise sind wir endlich da! Die beiden Ramesh und Nawaz entpuppten sich als Bueromitarbeiter und Schulbusfahrer der Schule. Hier ist eine Affenhitze und schuel dazu.


Der erste Eindruck war angsterregend: wir kamen in eine Bruchbude, die sehr barbarisch und schaebig aussah, es gibt kein fliessendes Wasser und generell wird nur indisch geduscht (ein kleiner und grosser Eimer, den Rest kann sich jeder ausmalen...). Zum Glueck haben die Leute extra fuer uns Klopapier besorgt, keine Selbstverstaendlichkeit hier vor Ort!

Meine erste Amtshandlung heute morgen (nach einer kalten Dusche) war der Mord an einer Kakerlake. Doch die sind nicht so unheimlich wie die handtellergrossen Motten oder die Liebellen. Hier sind alle Tiere riesig.
Nach einem wuerzigen Fruestueck, trafen wir uns mit der Chefin des Ladens. Sie und ihr Mann sind die Liebenswuerdigkeit in Person: sie Zeigten uns die Stadt, machten unsere Einkaeufe, luden uns bei sich zu Hause zum Essen ein und liessen quasi uns entscheiden was wir im naechsten Jahr an Arbeit verrichten sollen. Sie bot uns an, dass wir auch auf dem Campus schlafen koennten (von unserem Wohnort muessen wir jeden Morgen den Schulbus nehmen), riet uns allerdings davon ab, weil man sonst nicht so gut Abends weggehen koennte. Ausserdem meinte sie, haben sich bereits Eltern von Schuelern angeboten zu ihnen zu gehen um beispielsweise ihren Pool oder Landhaus zu nutzen - so wie es aussieht werd ich hier zum Pendler! Auch das mit dem Wegfahren gestaltet sich besser als erwartet: bereits in 2 Wochen hab ich eine Wochen frei, und ab naechsten April sogar ganze anderthalb Monate! Zwischen durch darf ich natuerlich Freizeit mit Freunden oder den zu Besuch Kommenden Norwegern und Neuseelaendern geniessen! All das mit der Aufforderung (!!!), dass dieser Dienst mit Reisen Verbunden ist und wir ensprechend nutzen sollen. Ganz abgesehen von den betriebsausfluegen ins Umland und sogar Chennai.

Jetzt werd ich mich mal noch unter die Leute mischen, in 2 Tagen wurde mir ein stehendes W-LAN Netz profezeit...mal sehn, was daraus wird.

In diesem Sinne